Die Bank of International Settlement

Die "Zentralbank der Zentralbanken"

Die Bank für Internationalen Zahlungsausgleich ist eine Internationale Organisation des Finanzwesens. Sie agiert als eine Art Netzwerk des Austauschs zwischen Zentralbanken und wird demnach ebenfalls Zentralbank der Zentralbanken genannt. Eine Mitgliedschaft ist folgerichtig ausschließlich Zentralbanken oder vergleichbaren Institutionen vorbehalten. Die BIS (zu deutsch: BIZ) sitzt im beschaulichen Basel in der Schweiz. Sie übergreift 63 Mitglieder, darunter die Europäische Zentralbank, die Deutsche Bundesbank, die Österreichische Nationalbank, die Schweizerische Nationalbank, das US-amerikanische Federal Reserve System und die Zentralbanken vieler anderer großer Volkswirtschaften.


Am 17. Mai 1930 im Zuge der Neureglungen deutscher Reparationsverpflichtungen nach dem ersten Weltkrieg gegründet, gilt sie als älteste Finanzorganisation des aktuellen Systems. Ihre offizielle Aufgabe ist die Verwaltung der Währungsreserven der Mitgliedsbanken. Inoffiziell gilt Sie als beliebter Ort der Zusammenkunft der mächtigsten Entscheider des Finanzsystems.

Zu den Mitgliedern der BIS gelten ebenfalls das Financial Stability Board (FSB) und der Basler Finanzausschuss für Bankenaufsicht. Die Aufsichtsbehörden sind offiziell selbstverständlich klar von dem Geschehen der BIS und dem Bänkernetzwerk getrennt und agieren unabhängig.


Inoffiziell gibt es jedoch immer wieder Stimmen, dass hier entgegen eben jener klaren Trennung, doch die ein oder anderen Abkommen bezüglich des Finanzmarkts zwischen Marktentscheidern und Marktaufsichten getroffen werden.


Alleine im Basler Finanzausschuss ist alles vertreten, was in Sachen Politik Rang und Namen besitzt. Angefangen von den G10 Staaten über Länder wie Argentinien, Mexiko, Saudi-Arabien, Singapur, Süd-Afrika und viele mehr.


Entscheidungen des im BIS-Gebäude residierenden Ausschusses gelten offiziell lediglich als Empfehlungen und seien rechtlich nicht bindend.

Zusätzlich ist es durchaus interessant, dass die BIS und ihre Bediensteten selbst, nur teilweise der Schweizerischen Hoheitsgewalt unterliegen und demnach in spezifischen rechtlichen Fragen vom Gesetz unabhängig agieren dürfen.


Die BIS gilt als absoluter Vorreiter zum Thema Central Bank Digital Currencies und setzt sich hinsichtlich des monetären Zerfalls des Papiergeldsystem für den Aufbau eines neuen, digitalen Geldsystems auf DLT-Basis ein.

Der Vorsitzende des internen BIS Innovation Hub, Raphael Auer, veröffentlicht bereits seit 2018 im Quartals-Takt Whitepaper und finanzwissenschaftliche Diskussionen zur exakten Finalisierung des größten Projekts der letzten 100 Jahre.


Es wäre nicht das erste Mal, dass die BIS Maßgeblich an der Neuaufsetzung eines Finanzsystems beteiligt ist. Schließlich hat Sie bereits im Bretton-Woods System und auch bei der Gründung der Europäischen Währungsunion mitgewirkt.

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